Eigenes Konzept & Umsetzung
Betonrezeptur Designer
Desktop-Werkzeug zur normgerechten Betonrezeptur-Berechnung über die Stoffraumrechnung — von Leicht- bis Schwerstbeton.
Die Herausforderung
Das Entwerfen von Betonrezepturen erfordert eine konsistente Stoffraumrechnung, bei der Zielrohdichte, w/z-Wert, Luftgehalt und der Volumenanteil aller Zuschläge gleichzeitig stimmen müssen — über sehr unterschiedliche Dichtebereiche von Leicht- bis Schwerstbeton hinweg. Solche Berechnungen werden häufig in fehleranfälligen Tabellenkalkulationen gepflegt, in denen Eigenfeuchte- und Wasseraufnahme-Korrekturen, normative Grenzwerte und Kostenvergleiche manuell nachgehalten werden. Der Betonrezeptur Designer bündelt diese Schritte in einer Desktop-Anwendung mit konsistenter Rechenlogik und nachvollziehbarem Ausdruck.
Das Ziel
Eine eigenständige Windows-Desktop-Anwendung, die eine vollständige Betonrezeptur per Stoffraumrechnung ermittelt: Aus Zielrohdichte, Bindemittel, Wasser, Zusatzstoffen/-mitteln und Zuschlägen werden Massen je m³, w/z-Wert (äquivalent), Luftgehalt und kombinierte Sieblinie berechnet, normative Vorgaben (Expositionsklassen) berücksichtigt und das Ergebnis als PDF dokumentiert.
Die Lösung
- Stoffraum-/Volumenrechnung als Rechenkern: ermittelt Volumen und Massen aller Zuschläge für 1 m³ aus Zielrohdichte, Bindemittel, Wasser und Luftgehalt
- Automatische Wahl des Dichtebereichs (Leichtbeton ca. 1,55-2,35 / Normal-Schwer / Schwerstbeton bis ~5,98 kg/l) mit passenden Zuschlagsklassen wie Sand/Kies, Liapor-Leichtzuschlag, Magnetit und Stahlgranulat
- Berechnung des äquivalenten w/z-Werts inklusive k-Wert-Anrechnung aktiver Zusatzstoffe (Bindemittel = Zement + k-Wert x Zusatzstoff)
- Feinkorn-/Sieblinien-Steuerung über Zielfeinanteil und exakte Massenbilanz, plus kombinierte Sieblinie aus den Einzelkomponenten mit linearer Interpolation und grafischer Darstellung gegen Referenzkurven
- Wasserkorrekturen: Eigenfeuchte des Sandes sowie SSD-/Wasseraufnahme-Korrektur für Leichtzuschläge fließen in das korrigierte Zugabewasser ein
- Expositionsklassen nach DIN EN 206 / DIN 1045-2 (X0, XC1-4, XD1-3, XS1-3, XF1-4, XA1-3) setzen automatisch Mindestzementgehalt, maximalen w/z-Wert und bevorzugten Zementtyp
- Wetterbasierte Schätzung der Sand-Eigenfeuchte und Frischbetontemperatur über die OpenWeatherMap-API anhand konfigurierbarer Koordinaten/Ortsname
- Kostenoptimierung: sucht günstigere Materialkombinationen bei gleicher Zieldichte/Gültigkeit und listet Ersparnis sowie Materialwechsel auf
- PDF-Erzeugung für die Rezeptur, einen dreiseitigen Original-vs-optimiert-Vergleich und einen skalierten Labor-Ansatz mit Kontrollvolumen
- Verwaltbare Materialdatenbank in fünf Kategorien (Zemente, Zuschläge, Zusatzstoffe, Zusatzmittel, Fasern) mit Rohdichte, Preis, Wasseraufnahme, Luftgehalt und Sieblinie je Material
- Speichern/Laden benannter Rezepturen sowie JSON-Export/-Import von Rezepturen und Material-Backups in den Dokumente-Ordner
- Bedienoberfläche mit fünf Reitern (Rezeptur, Expositionsklassen, Zuschläge, Masseanteile, Sieblinie), dunklem Theme und Deutsch/Englisch-Lokalisierung
Technik & Architektur
- Flutter-Anwendung mit Windows-Desktop als Zielplattform (weitere Plattformen vorbereitet), Logik konsequent desktop-orientiert
- Saubere Schichtung in Datenmodelle, Services (Rechenkern, Material- und Rezeptverwaltung, Wetter, Optimierung, PDF, Export/Import), Oberfläche je Reiter, zentrale Konfiguration (Konstanten, Toleranzen, Rollen, Sieb-Presets) und Lokalisierung
- Rein lokale Datenhaltung im Gerät (Materialkataloge als JSON, Benutzereingaben und Auswahl-Indizes); kein Backend, keine Datenbank
- Kernalgorithmus: Volumen-Slot-Filling der Stoffraumrechnung mit Lösung von Zieldichte und Feinanteil über Massen-/Volumenbilanz, Luftgehalt und Misch-Sieblinie via linearer Interpolation
- PDF-Erzeugung inklusive Rezeptur-, Vergleichs- und Labor-Ansatz-Dokumenten
- Sieblinien-Diagramme über eine Chart-Bibliothek bzw. eine eigene Zeichenroutine
- Externe Integration der OpenWeatherMap-REST-API; API-Schlüssel und Standard-Koordinaten ausgelagert (mit Vorlage)
- Zweisprachige Oberfläche (Deutsch/Englisch) über generierte Lokalisierungsdateien
- Datei-Import per Dateiauswahl; JSON-Backups mit Versionsfeld und Duplikat-/Validierungsprüfung
Nutzen in der Praxis
- Konsistente, nachvollziehbare Stoffraumrechnung statt fehleranfälliger manueller Tabellen
- Deckt mit einem Werkzeug ein breites Dichtespektrum ab — von Leichtbeton über Normalbeton bis Schwerstbeton (Magnetit, Stahlgranulat)
- Normbezug eingebaut: Expositionsklassen nach DIN EN 206 / DIN 1045-2 setzen automatisch Mindestzement und maximalen w/z-Wert
- Realistischere Rezepturen durch Eigenfeuchte- und Wasseraufnahme-Korrektur des Zugabewassers
- Wirtschaftlichkeit sichtbar: automatische Suche nach günstigeren, dichtegleichen Materialkombinationen mit ausgewiesener Ersparnis
- Dokumentations- und Laborfähig: PDF für Rezeptur, Kostenvergleich und maßstäblichen Labor-Ansatz mit Kontrollvolumen
- Wiederverwendbarkeit durch benannte Rezepturen sowie JSON-Export/-Import von Rezepturen und Materialkatalogen
- Pflegbare Materialdatenbank mit eigenen Rohdichten, Preisen, Sieblinien und Wasseraufnahmen
- Komfort durch optionale, wetterbasierte Schätzung von Sandfeuchte und Frischbetontemperatur
- Zweisprachige Oberfläche (Deutsch/Englisch)
Meine Rolle
Konzept, Entwicklung und Umsetzung eigenständig (Ricardo Rehfeldt).
Werkzeug auf Basis allgemeiner, öffentlich zugänglicher Betontechnologie (DIN EN 206 / DIN 1045-2). Keine internen Rezepturen, Mischparameter oder Betriebsdaten.
Als Lösung verfügbar
Aus solchen Werkzeugen entsteht auf Wunsch maßgeschneiderte Individualsoftware für Ihren Betrieb — komplett bei der Rehfeldt & Massing GbR entwickelt, plattformunabhängig und ohne Vendor-Lock-in. Individualsoftware & MVPs → rehfeldt-massing.de/leistungen